Tragkraftspritze (TS) - die mobile Pumpe

 

Bei der Feuerwehr gibt es nicht nur die in Fahrzeuge fest eingebaute Pumpen, sondern auch tragbare. Diese tragbaren Pumpen werden Tragkraftspritze genannt, kurz TS. Der große Vorteil dieser mobilen Pumpen ist, dass sie an Wasserentnahmestellen eingesetzt werden können, wo ein Fahrzeug nicht dicht genug heranfahren kann. Dazu wird die TS durch vier Einsatzkräfte an die Wasserentnahmestelle herangetragen und einsatzbereit gemacht. Die TS funktioniert wie die fest eingebauten Feuerlöschkreiselpumpen in den Fahrzeugen. Während die Fahrzeugpumpen durch den Fahrzeugmotor angetrieben werden, besitzt die TS hingegen einen eigenen Motor. Meistens sind dieses Ottomotoren, nur in den seltensten Fällen werden sie von einem Dieselmotor betrieben.

 

Tragkraftspritzen sind vornehmlich auf Löschfahrzeugen verlastet, die für eine Wasserförderung über lange bzw. längere Wegstrecken ausgelegt sind - so beispielsweise auch auf einem LF 16-TS oder einem LF 10 (LF 8/6 bzw. 10/6 nach alter Normbezeichnung). Dieses ist besonders wichtig, da bei langen Schlauchleitungen eine Verstärkerpumpe benötigt wird. Grund hierfür sind die Reibungsverluste des Wasserdrucks von 1 bar pro 100m Schlauchleitung und 1 bar pro 1m Höhenunterschied. Dafür wird dann entweder die TS oder das Fahrzeug selbst eingesetzt, je nach Situation der Wasserentnahmestelle.

 

Die Feuerwehr Westerkappeln verfügt über zwei solcher Tragkraftspritzen - TS 8/8 (800 l/min bei einem Nennförderdruck von 8 bar). Eine befindet sich auf dem LF 10 (früher auf dem Vorgänger, dem LF 16-TS) des Löschzugs Westerkappeln und die andere ist auf dem LF 10 vom Löschzug Velpe verlastet.